Und immer grüßt der Ararat

Armenien, das heilige Land am Fuß des Kaukasus, ist die erste christliche Nation der Erde und berühmt für seine uralten Klöster und Felsenkirchen. Doch erst langsam stellt sich ein regelrechter Pilgertourismus ein.

Die meisten Flüge nach Armenien starten abends und landen nachts, vielleicht aus gutem Grund. Ist man gelandet, bricht der neue Morgen an. Das einst von Armeniern bewohnte Anatolien, Schauplatz des ersten Völkermordes und der größten Christenverfolgung der Geschichte, überquert man im Dunkel der Nacht. Selbst der heilige Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche strandete, liegt zum Leidwesen der Armenier noch jenseits der türkischen Grenze.

Das sind die top-destinationen 2020 für «Epic Travel»

Mit den Bezeichnungen einzelner Reisetypen ist es so eine Sache. Manche Begriffe setzen sich durch und bleiben erhalten, manche sind nur kurze Trenderscheinungen. Das jüngste Beispiel: «Epic Travel». Am aktuell stattfindenden World Travel Market (WTM) in London wurde «Epic Travel» als Begriff für ein neues Segment der Luxusreisen vorgestellt.

US-Repräsentantenhaus verurteilt Massaker an Armeniern als Völkermord

Der Schritt ist zwar nur symbolisch, dürfte aber trotzdem Wucht entwickeln: Das Repräsentantenhaus der USA stuft die Morde an den Armeniern nun als Genozid ein. Die wütende Reaktion aus Ankara kam prompt. Das US-Repräsentantenhaus hat die Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg offiziell als Völkermord eingestuft. Die Kongresskammer verabschiedete am Dienstag mit einer klaren Mehrheit von 405 zu 11 Stimmen eine entsprechende Resolution. Es ist das erste Mal, dass der US-Kongress die Massaker der Jahre 1915 bis 1917 als Genozid bezeichnet.

Abenteuer Armenien

Die Dokumentation erzählt Geschichten von Menschen in Armenien, einem kleinen Bergland im Kaukasus, das im Umbruch ist. Sie begleitet einen Steinmetz, der zu Sowjetzeiten nur im Untergrund an den berühmten Kreuzsteinen arbeiten konnte, und ein Gesangsquintett, das im malerisch in einer Schlucht gelegenen Kloster Geghard auftritt, einem UNESCO-Weltkulturerbe.

Reste einer 3.000 Jahre alten Festung in Armenien freigelegt

Reste einer 3.000 Jahre alten Festung in Armenien freigelegtDas Vedi-Tal gehört zu einer Region mit wechselvoller und weit zurückreichender Geschichte

Etwas abseits vielbeforschter antiker Zentren wie Ägypten, Griechenland oder Mesopotamien, aber nichtsdestotrotz auf historischem Grund ist seit heuer ein internationales Archäologenteam mit Ausgrabungen beschäftigt. Im Ararathochland Armeniens sind Forscher der Universität Hongkong zusammen mit Kollegen aus Armenien der bewegten und weit zurückreichenden Geschichte der Region auf der Spur.

Ein Land voller Geschichten und Legenden

Gerhard Kolb und Rolf Brüggemann waren in Armenien. Über ihre Studienreise halten sie an diesem Donnerstag in der Armenischen Kirche in Bartenbach einen Vortrag.Gerhard Kolb und Rolf Brüggemann waren in Armenien. Über ihre Studienreise halten sie an diesem Donnerstag in der Armenischen Kirche in Bartenbach einen Vortrag.

Göppingen - Bartenbach ist eines von drei armenischen Zentren in Deutschland. Die Armenische Gemeinde Baden-Württembergs besitzt jetzt in Bartenbach eine Kirche. Im Juni übergab die evangelische Kirchengemeinde dort die Alte Dorfkirche den Armeniern, die das Gotteshaus schon seit mehr als 30 Jahren nutzen. Das Land im Osten ist daher für viele Göppinger sehr präsent. Zwei Göppinger, Gerhard Kolb und Rolf Brüggemann, haben nun mit einer Reisegruppe neun Tage in Armenien verbracht. Eine Zeit voller Eindrücke sei es gewesen, sagen sie. Sie seien nun zwar keine Armenien-Spezialisten, aber ihre Erlebnisse schildern wollen sie allemal.

Zwischen Aragaz und Ararat

Zwischen Aragaz und AraratDrei Anfänge. New York 2010. Moskau 1973. Berlin 2014. So könnte der Roman von Katerina Poladjan beginnen. Der Großvater starb Anfang der 70er-Jahre kurz nach ihrer Geburt in Moskau, die Großmutter fast 30 Jahre später in New York. Über ihren Vater bekommt die Autorin einige alte Fotos, ein Tonband und einen armenischen Namen: Poladjan.

Armenien: Das geheimnisvolle Land im Kaukasus

Armenien: Das geheimnisvolle Land im KaukasusWillst Du neue Orte entdecken? Eine der ältesten und reichsten Kulturen und Geschichten der Welt kennenlernen? Einen Ort finden, wo man auf einer Seite eine Menge alter Kirchen findet und auf anderer Seite in das moderne und gastfreundliche Leben des Landes taucht? Das sonnige Land Armenien ist das Richtige dafür. Hier sind die interessantesten Fakten über das geheimnisvolle Land im Kaukasus.

Reise in den Kaukasus. Armenien: Zum Geburtstag kommt die Nase weg

Der kleine Kaukasus-Staat Armenien ist auf der Suche nach einem neuen Profil.Aufbruch zwischen Orient und Okzident: Der kleine Kaukasus-Staat Armenien ist auf der Suche nach einem neuen Profil.

Die Armenier waren, so sagt die Legende, schon seit Anbeginn der Zeiten immer ehrgeizig und gierig. Nur das Beste und Größte war für sie gut genug. Und als nun Gott die Nasen unter den Menschen verteilte, begnügten sich die Russen mit kleinen Nasen. Die Georgier nahmen größere Nasen, um in den Bergen besser atmen zu können. Doch die Armenier wollten auch hier wieder das Beste und Größte – sie verlangten vom Herrgott, er solle ihnen die größten Nasen von allen geben. Und die bekamen sie dann auch.

7 Dinge, die Sie nicht über Armenien wussten

Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan hat zu seinem Amtsantrittsbesuch die Bundeskanzlerin in Berlin besucht. Grund genug, sich die Kaukasusrepublik mal näher anzusehen - hier sind sieben Dinge, die Sie garantiert noch nicht über Armenien wussten.

Alle unter einem Dach

Der Kürbis der Weltreligionen: Ghapama umgeben von weiteren Köstlichkeiten Wie bekocht man ein neues Jahr? „Süß!“, sagt Zara Müller-Safaryan und streicht eine dicke Schicht goldenen Honig in einen ausgehöhlten Kürbis. „In Armenien verabschieden wir das alte Jahr mit dem Hauptgericht Ghapama, einem mit Rosinen und Aprikosenreis gefüllten Kürbis.“

Das Gericht wird traditionell zum Jahreswechsel oder zu Weihnachten zubereitet, das in Armenien nach dem julianischen Kalender am 6. Januar gefeiert wird. Aber Ghapama hat auch noch eine andere Bedeutung: Der runde Kürbis soll die Welt symbolisieren, die Reiskörner die Menschen, die Rosinen und Aprikosen die unterschiedlichen Glaubensrichtungen.

Reiseziel Armenien verzeichnet Zuwachs

Für Kulturtouristen ist es eine Neuentdeckung: das kleine Armenien, das älteste christliche Land der Welt und eine jahrtausendealte Kulturlandschaft im Kaukasus mit eigenem Alphabet und eigener Sprache.

Die Wolken hängen tief nahe der georgischen Grenze. Der Busfahrer vollführt souverän das Unmögliche. 500 Meter der Serpentinenstraße fährt er seinen Doppeldeckerbus kurzerhand rückwärts hoch; die Kehren in der Debed-Schlucht bei Alaverdi sind einfach zu eng. Das Hupen ungeduldiger Lada-Fahrer lässt er an sich abtropfen und rangiert weit am Rand der Böschung. Krass. Auch so geht reisen in Armenien. Die Passagiere nehmen es erstaunlich gelassen. Schließlich will man Sanahin erreichen, das nächste Bergkloster aus der langen Perlenkette eines erstaunlichen Unesco-Weltkulturerbes.

Tourismusbranche in Armenien verbucht zweistelliges Wachstum

Tourismusbranche in Armenien verbucht zweistelliges WachstumArmeniens Fremdenverkehr entwickelt sich zu einer bedeutenden Säule der Wirtschaft. Die Zahl der jährlich ins Land kommenden ausländischen Gäste hat sich in den letzten fünf Jahren auf 1,5 Millionen verdoppelt. Der Anstieg des Indoor- und des Binnentourismus beflügelt die Errichtung neuer und den Ausbau vorhandener Ferien-, Erholungs- und Wintersportzentren. Für diese Projekte sucht das Land jetzt Investoren.

Kreuzsteine bezeugen Kultur und Religiosität der Armenier

Kreuzsteine bezeugen Kultur und Religiosität der Armenier Land der Kreuze, Land der Leiden

In Deutschland, Frankreich und den USA wird immer noch heftig diskutiert, ob Kreuze in öffentlichen Gebäuden hängen dürfen. In der einstigen Sowjetrepublik Armenien sind Kreuze heilig. Niemand käme auf die Idee, sie abzubauen.

Ein Ort wie eine Zeitmaschine, die den Besucher direkt in den Tiefen des Mittelalters abliefert. Grabsteine, so weit das Auge reicht. Windschief und verwachsen - aber so kunstvoll bearbeitet, dass der eine noch fordert, ihn weiter zu betrachten, während schon ein Dutzend weitere den Blick auf sich ziehen.