Chor Virap – Norawank – Areni – Tatew

Chor Virap

 

Chor Virap („tiefes Verlies“) ist ein armenisches Kloster in der Provinz Ararat in Sichtweite zur Grenze zur Türkei unterhalb des Berges Ararat (dem Nationalsymbol der Armenier) liegt.

Der Legende zufolge sperrte König Trdat III. im Jahre 288 n. Chr. auf der kleinen Anhöhe inmitten der Ebene des Araxtals Gregor den Erleuchter in eine Höhle ein und hielt ihn dort 13 Jahre lang gefangen, um ihn vom christlichen Glauben abzubringen.

Heute steht auf der Anhöhe ein kleines Kloster aus dem 17. Jahrhundert, das aus der Muttergottes-Kirche (Surb Astvatsatsin) von 1661 und der mehrfach wieder aufgebauten, ursprünglich vom Katholikos Narses III. dem Erbauer 642 gestifteten St.-Georg-Kapelle (Surb Gevork) besteht.

Die erste Kapelle hatte eine Bauform ähnlich der von einem Erdbeben zerstörten Kathedrale von Swartnoz. In ihr befinden sich zwei Löcher im Boden, durch die man in die Höhlenzelle, in der Gregor gefangen gehalten worden sein soll, sowie in eine ähnliche unterirdische Zelle hinabsteigen kann.

Über eine gewisse Zeit befand sich in Chor Virap ein theologisches Seminar und die Residenz des Katholikos.

 

 

Norawank

 

Norawank („Neues Kloster“) ist ein armenisches Kloster aus dem 13. Jahrhundert und war bis ins 19. Jahrhundert Grablege der fürstlichen Orbelian-Dynastie. Norawank war für sein Skriptorium mit der Kunstwerkstätte Momik kulturell bedeutend.

Ein besonderes Merkmal des Klosters ist die Fassade der zweigeschossigen, von Fürst Burtel Orbelian gestifteten und 1339 vollendeten Mausoleumskirche (Surb Astvatsatsin).

Die Kirche Surp Astvatsatsin (Heilige Gottesmutter) wurde in den Jahren 1331–1339 nach Plänen des Mönchs und Künstlers Momik erbaut, welcher allerdings 1333 vor Fertigstellung seines Werkes starb. (Durch einen Kreuzstein auf dem Gelände ist diese Aussage sicher belegt).

 

 

Areni

 

Areni ist ein Dorf in der südarmenischen Provinz Wajoz Dsor. Der Ort auf 1054 Metern Höhe ist vor allem als Weinbaugebiet im fruchtbaren Tal der Arpa und wegen seiner 1321 fertiggestellten Surb-Astwazazin-Kirche bekannt.

Heute ist das kleine Dorf aber auch noch immer für den exzellenten Wein bekannt und feiert jeden Oktober das Fest des Weines.

Im September 2008, in der nahegelegenen Höhle Areni 1, auch „Vogelhöhle“,  wurden der weltweit älteste, vollständig erhaltene Lederschuh, der auf etwa 3500 v. Chr. datiert wird und die älteste Weinfabrikation (5,500 Jahre alt) aus der Kupfersteinzeit entdeckt.

 

 

Tatew

 

Tatew ist ein im Jahr 895 gegründetes armenisch-apostolisches Kloster in der Provinz Sjunik im Süden Armeniens. Es ist eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler des Landes.

Der Ursprung des Namens Tatew ist nicht sicher belegt. Einer Legende nach konnte der Architekt von Tatew nicht von einer soeben gebauten Kuppel herabsteigen. Daraufhin rief er: “Togh astvats indz ta-tev” (deutsch: „Möge Gott mir Flügel geben“). Einer anderen Legende nach wurde das Kloster nach Sankt Eustathius benannt, einem der 70 Schüler, die den Apostel Thaddäus nach Armenien begleiteten.

Das Kloster wurde im 9. Jahrhundert am Ort eines alten Heiligtums erbaut. Es war ein sehr großes intellektuelles Zentrum von Armenien und zwischen 1390 und 1453 eine anerkannte Universität. Tatew war das politische Zentrum des Fürstentums Sjunik und der Sitz des Erzbischofs von Sjunik.

Seit dem 16. Oktober 2010 ist das Kloster durch die Seilbahn Tatev über die Worotan-Schlucht mit dem Ort Halidsor verbunden. Die Seilbahn ist mit 5750 Metern die längste, in einer Sektion mit einem durchgehenden Tragseil ausgeführte Pendelbahn der Welt.

 

 

 

Dauer: 11-12 Stunden

Preise für Gruppen- und Tagestouren

(Die angegebenen Preise beziehen sich auf das Transportmittel, unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer)

 

Preis ohne Reiseleiter
1-3 Pers.4-6 Pers.
bis zu 7 Pers.
130 Euro
135 Euro
Auf Anfrage
Preis mit Reiseleiter
1-3 Pers.4-6 Pers.bis zu 7 Pers.
175 Euro
185 Euro
Auf Anfrage
 
Nicht im Reisepreis enthalten:
  • Eintrittskarten zu historischen und kulturellen Zentren;

   

  • +49 177 591 91 91

 

 

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